Ein Vorbild für andere Regionen

Es ist nicht zu leugnen, dass die Stiftung Braunschweigischer Kulturbesitz ihre Arbeit auf einem sehr fruchtbaren Boden ausführen darf. Das mehrere Hundert Millionen Euro umfassende Vermögen sichert die Erhaltung des in der Stiftung versammelten Kulturgutes wie dem Kaiserdom in Königslutter, über 20 Stiftungsgütern, zahlreichen Klöstern und Kirchen, 7.500 ha Acker- und 5.500 ha Forstfläche sowie über 3.000 Erbbaurechten. Der jährliche Haushalt von etwa 8 Millionen Euro spiegelt diese Vermögensbasis und gleichzeitig die große Belastung durch die Erhaltung und Bewirtschaftung historischer Bausubstanz. Etwa 2 Millionen Euro an Überschüssen der Vermögensverwaltung stehen schließlich für die Förderung gemeinnütziger Projekte zur Verfügung. Mit diesem Zusammenspiel aus tatsächlichem Besitz an vor allem baulichen Kulturgütern und deren Unterhaltung einerseits sowie der Förderung von Projekten Dritter andererseits gewinnt die Stiftung ihre kulturelle und historische Kraft.

Das „Gesetz über die Stiftung Braunschweigischer Kulturbesitz“ vom 16.12.2004 gibt Aufschluss über die gelungene Struktur einer regionalen Landesstiftung öffentlichen Rechts. Überkommene Stiftungsvermögen konnten mit diesem sehr modernen, zurückhaltenden Errichtungsgesetz in eine zukunftsorientiert ausgestaltete Rechtsform überführt werden. Ein Erfolgsmodell für die Kulturpolitik und ein Leuchtturm für die Fördertätigkeit der öffentlichen Hand.

 

Weitere Seiten: 1  2  [3]  
link_top.pngSeitenanfang