St. Marienberg in Helmstedt

Weithin bekannt ist der Marienberger Paramentenschatz, dessen ältestes vorhandenes Stück aus dem Jahr 1260 stammt. Gefertigt wurde es vermutlich von den Augustiner-Chorfrauen im 1176 vor den Toren Helmstedts gegründeten Kloster St. Marienberg.

Heute sind dort einige dieser Paramente in der Schatzkammer zu besichtigen. Auf einem sanften Hügel, weithin sichtbar, erhebt sich die Kirche des Frauenstifts, an deren romanisches Langhaus sich ein lichter Chorteil im gotischen Stil anschließt. Das Gotteshaus bietet 500 Menschen Platz, obwohl das Stift einst für nur 34 Konventualinnen ausgelegt worden war. Im vergangenen Jahrhundert, das Kloster hatte seine Blütezeit längst hinter sich, wurde es von der Domina Charlotte von Veltheim wieder aufgebaut, unterhielt eine Schule und betrieb das traditionelle Textilhandwerk. Der Kreis zwischen Historie und Gegenwart schließt sich heute mit dem wiedereingerichteten Konvent und der Paramentenwerkstatt. Hier werden sowohl neue Altar- und Wandbehänge gefertigt als auch wertvolle historische Stücke restauriert. Ohne Präsenzpflicht gehören heute sechs Damen dem Konvent an.
 

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