Fachtagung „Sexuell grenzverletzende Kinder und
Jugendliche: Von der Verdachtsabklärung zur Intervention“

Die Fachtagung „Sexuell grenzverletzende Kinder und Jugendliche in Braunschweig“ wurde
am 17.02.2011 in den Räumlichkeiten der Polizeiinspektion Braunschweig durchgeführt.

Mehr als 70 TeilnehmerInnen und Teilnehmer vernahmen mit großem Interesse die
qualitativ hochwertigen und praxisbezogenen Vorträge der Diplom-Psychologin Helle Bovensmann
aus Osnabrück und des Diplom-Pädagogen Klaus-Peter David aus Kiel. Frau
Bovensmann referierte über den Themenkomplex Diagnostik und Gefährdungseinschätzung,
während Herr David sich mit den Therapie- und Interventionsmöglichkeiten auseinandersetzte.
In den Referaten wurde deutlich, dass ein qualitativ sorgfältiger und adäquater
Umgang mit sexuellen Grenzverletzern umfassend und aufwändig ist.

In den anschließenden Arbeitsgruppen und Plena wurden die Anregungen aus den Vorträgen
aufgegriffen und bezogen auf die Praxis und Versorgungsstrukturen in Braunschweig
vertieft. Entwicklungsbedarf wurde gesehen in den Bereichen Prävention, Fortbildung, Vernetzung
und Information. Ein differenziertes diagnostisches Angebot sowie der Dialog mit
der Politik wurden gefordert. Im Bereich der Beratungs- und Therapieangebote für sexuelle
Grenzverletzer wurde ein Kompetenzzentrum zur Bündelung von Informationen und für
Koordinierungsfunktionen für wichtig erachtet. Die bestehenden Facheinrichtungen sollten
spezielle und differenzierte ambulante sowie stationäre Angebote entwickeln und
vorhalten.
Die AG „Sexuell grenzverletzende Kinder und Jugendliche“, Braunschweig, wird auf der
Grundlage der Ergebnisse aus den Vorträgen und Arbeitsgruppen Grundlagen für ein interdisziplinär
abgestimmtes Vorgehen hinsichtlich der Gefährdungseinschätzung und Intervention
bei sexuellen Grenzverletzern entwickeln und diese dem Präventionsrat unterbreiten.
 

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